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10.11.2025 | Kategorie: Nachrichten Aktive Wehr | Zurück zu Alle Nachrichten

„Brand im 1. OG in der Grundschule, zwei Personen vermisst“ – Mit diesem knappen Stichwort alarmierte die Integrierte Leitstelle Esslingen die Freiwillige Feuerwehr Holzmaden am Samstag, 8. November 2025 zur diesjährigen Hauptübung. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das realitätsnahe Einsatzszenario, bei dem die Wehr eindrucksvoll ihr Können und die Anwendung der Ausrüstung unter Beweis stellte.

Unter den interessierten Gästen befanden sich Bürgermeister und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Esslingen-Nürtingen Florian Schepp, der stellvertretende Kreisbrandmeister Andreas Rudlof, mehrere Gemeinderäte sowie Vertreter umliegender Feuerwehren aus dem Verwaltungsraum. Sie alle überzeugten sich vor Ort vom professionellen Vorgehen der Holzmadener Einsatzkräfte.

Übungsszenario: Brand im Obergeschoss der Grundschule

Als Ausgangslage wurde ein Brand im Obergeschoss der Grundschule angenommen. Das Feuer war in einem Kopierraum ausgebrochen, in Folge dessen sich rasch dichter Rauch ausbreitete. Nach Auslösen des Feueralarms durch Schulleiterin Ingrid Barth konnten sich die Schüler und Lehrkräfte aus dem Untergeschoss und Erdgeschoss selbstständig ins Freie begeben.

Im Obergeschoss jedoch war der Treppenraum stark verraucht, sodass eine Flucht auf normalem Wege nicht mehr möglich war. In zwei Klassenzimmern waren mehrere Schüler eingeschlossen. Zudem galten auf dem Flur des Obergeschosses zwei Personen als vermisst, die möglicherweise versucht hatten, sich in Sicherheit zu bringen.

Koordinierter Einsatz unter Atemschutz

Die Feuerwehr Holzmaden rückte mit drei Einsatzfahrzeugen an und übernahm umgehend die Brandbekämpfung und Menschenrettung. Mehrere Trupps unter Atemschutz drangen in das verrauchte Gebäude vor, suchten systematisch die betroffenen Bereiche ab und konnten die vermissten Personen schließlich auffinden und ins Freie bringen.

Zeitgleich wurden von außen tragbare Leitern in Stellung gebracht, über die die eingeschlossenen Schülerinnen und Schüler aus den oberen Klassenräumen in Sicherheit gebracht wurden. Das Deutsche Rote Kreuz, Bereitschaft Weilheim/Teck, war mit einem Fahrzeug vor Ort und übernahm die Betreuung und Versorgung der Geretteten sowie die Absicherung der Einsatzkräfte.

Nachdem das Gebäude belüftet war, konnten weitere Schüler über die Fluchttreppe das Gebäude verlassen. Zur Verhinderung einer Brandausbreitung auf angrenzende Gebäude errichteten die Einsatzkräfte außerdem eine Riegelstellung mit mehreren Strahlrohren. Kommandant Thomas Polster kommentierte das Übungsgeschehen umfassend per Mikrofon, sodass die Zuschauer dem Übungsverlauf auch „taktisch“ folgen konnten.

Viele Zuschauer und positive Resonanz

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, die Hauptübung aus nächster Nähe zu beobachten. Auch Bürgermeister Schepp war unter den Zuschauern und zog eine positive Bilanz: „Es ist beruhigend, dass man sich im Ernstfall auf die Feuerwehr verlassen kann. Dafür gebührt allen Beteiligten Anerkennung und Dank für das ausgeübte Ehrenamt.“

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Andreas Rudlof lobte bei der Übungsnachbesprechung das „optimale Abarbeiten der Lage“ durch die Mannschaft sowie die gute Kooperation mit dem DRK Weilheim/Teck.

Ein besonderer Dank gilt der Grundschule Holzmaden für die Bereitstellung des Gebäudes und der Schülerinnen und Schüler, die als Darsteller aktiv an der Übung mitwirkten.

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