Am Montag Morgen gegen 7.00 Uhr wurde die Holzmadener Wehr mit dem Einsatzstichwort „ Brand 4“ ins Gewerbegebiet Zeller Straße gerufen.
In einem Betrieb für Pulverbeschichtung war eine Maschine in Brand geraten, die für die Reinigung von Werkstücken den Stoff Tetrachlorethylen verwendet. Beim Brand entstehen giftige Gase, außerdem darf der Stoff nicht mit Wasser gelöscht werden, da die Chemikalie sonst weiter reagiert und unter anderem Salzsäure entsteht.
Im Einsatz war die Feuerwehr Holzmaden mit MTW, TSF-W und LF 8, zusätzlich forderte Kommandant Volker Bertsch aufgrund dieser Lage sofort Verstärkung der Weilheimer Wehr an, die mit ELW, LF 16/12, TLF 16, RW 2 und LF 16 TS eintraf. Weiterhin erreichten die Drehleiter DLK 23-12 aus Kirchheim und das Messfahrzeug (GM-Messtechnik) des Landkreises aus Ostfildern die Einsatzstelle.
Die Angriffstrupps aus Holzmaden und Weilheim hatten dasFeuer unter Atemschutz mittels Pulverlöschern rasch gelöscht, was aber mehr Probleme bereitete waren die Rauchgase. Solange das Gebäude mit Hochleistungslüftern entraucht wurde, standen Kräfte bereit, um die gasförmigen Schadstoffe gegebenenfalls mit Wasser „niederzuschlagen“, das heißt, deren Ausbreitung verhindern zu können. Hierfür war auch die Drehleiter mit einem Wendestrahlrohr vorbereitet.
Nach den unmittelbaren Maßnahmen der Feuerwehren kam ein Großaufgebot des Roten Kreuzes zum Einsatz: Jeder, der mit den giftigen Wolken in Kontakt gekommen war, wurde an Ort und Stelle an einem schnell eingerichteten Behandlungsplatz untersucht.
Neben Mitarbeitern der Firma wurden auch zwei Holzmadener Feuerwehrleute zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus eingewiesen. Glücklicherweise konnten sie aber bereits am Montag Abend wieder nach Hause.
Außer den erwähnten zahlreichen Helfern des Roten Kreuzes war die Polizei mit einigen Streifen im Einsatz, um die Anwohner zu warnen. Etwa 60 Feuerwehrmänner und –frauen. sorgten dafür, dass sich der Schaden in Grenzen hielt.
Zusätzlich belastet war die Wehr aus Weilheim an diesem Morgen: Noch während der Einsatz im Gewerbegebiet lief, wurde sie zu einem Lkw- Brand auf die Autobahn alarmiert und musste schnellstens dorthin abrücken.
Neben Bürgermeister Jürgen Riehle machte sich auch Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich ein Bild der Lage vor Ort.







