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18.11.2019 | Kategorie: Nachrichten Aktive Wehr | Zurück zu Alle Nachrichten

Anfang Oktober trainierte die Freiwillige Feuerwehr Holzmaden im Rahmen der Hauptübung den Ernstfall. Aus Weilheim/Teck unterstützte dabei die DRK-Bereitschaft die Floriansjünger. Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Geschehen in der Ortsmitte, darunter auch die Mitglieder des Gemeinderats und Vertreter der benachbarten Wehren des Verwaltungsraums. Kommandant Thomas Polster kommentierte den Übungsverlauf umfassend.

Die Einsatzkräfte wurden zu einem Brand in der Stephanuskirche in der Schulstraße alarmiert. Pfarrer Andreas Taut bemerkte dort Brandrauch und alarmierte per Notruf 112 die Feuerwehr. Vor Ort stellte sich während der Erkundung von Einsatzleiter Max Dopatka heraus, dass es im Bereich der Kirchenküche zu einem Brand kam. Zwei dort tätige Handwerker wurden im verrauchten Nebenbereich der Kirche vermisst. Zudem befand sich noch eine Jugendgruppe in der Kirche. Diese war zum Zeitpunkt des Eintreffens der Feuerwehr keiner unmittelbaren Gefahr ausgesetzt. Der Kirchensaal, in dem sich die Gruppe aufhielt, war zunächst rauchfrei. Aufgrund des Brandrauchs am Haupteingang war den Jugendlichen jedoch der Weg ins Freie versperrt.

Zunächst bestand für die Einsatzkräfte die Priorität, die beiden vermissten Handwerker aus dem Brandrauch zu retten. Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs 10 (LF 10) begann daher umgehend damit, eine Löschwasserversorgung aufzubauen und ging mit zwei Trupps unter Atemschutz über einen Hintereingang zur Menschenrettung in den Nebenbereich der Kirche vor. Parallel dazu begann die Besatzung des wenig später eintreffenden Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) mit der Rettung der Jugendgruppe aus dem großen Kirchensaal. Die Jugendlichen konnten über einen Notausstieg an der rückwärtigen, nördlichen Gebäudeseite aus dem Gebäude evakuiert werden. Wenig später wurden auch die beiden Handwerker lokalisiert und ins Freie gebracht. Zur Versorgung der aus dem Gebäude geretteten Personen richtete die Besatzung des Mannschaftstransportwagens (MTW) zusammen mit den Einsatzkräften des DRK einen Verletztenversorgungsplatz am Rathausplatz ein. Die Kräfte des DRK übernahmen die anschließende medizinische Versorgung. Nach erfolgter „Brandbekämpfung“ wurde das Gebäude mittels Hochdrucklüfter entraucht.

Bei der anschließenden Übungsnachbesprechung lobte Weilheims Kommandant Norbert Wahl die reibungslose Durchführung der Hauptübung. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Heike Schwarz zeigte sich mit der Leistung der Wehr zufrieden und bedankte sich im Namen der Gemeinde für den ehrenamtlichen Einsatz, den die Feuerwehr im ganzen Jahr erbringt.

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